Rund um den Kaiserstuhl
Oct 9, 2015Public
Photo: Blick auf Bickensohl und die höchste Erhebung des Kaiserstuhls, den 557 m hohen Totenkopf mit seinem Sendemast.
Photo: Bickensohl - umgeben von Rebflächen.
Spätburgunder (34%) und Grauburgunder (25%) sind die Hauptrebsorten.
Photo: Bereinigte Rebflur bei Bickensohl. 1
Zwischen 1970 und 1985 wurde das Landschaftsbild des Kaiserstuhls massiv verändert. Zur Steigerung der Produktivität durch Maschineneinsatz und zur Verringerung der Arbeitszeit wurde großräumig die Rebflur bereinigt. Zerstückelter Besitz wurde zusammengelegt, größere, für Maschinen zugängliche Rebflächen wurden geschaffen. Eine der deutlichsten Umgestaltungen war die rigorose Terrassierung. Bei dieser Flurbereinigung gingen fast 80% der Hohlwege verloren. Inzwischen hat man die verbliebenen unter Schutz gestellt.
Photo: Bereinigte Rebflur bei Bickensohl. 2
Photo: Der Wein und sein fruchtbarer vulkanischer Untergrund: Tuff am Rande eines Wirtschaftsweges.
Photo: Der Kaiserstuhl - ein vor 15 Millionen Jahren entstandenes Vulkanmassiv: Im Aufschluss zu sehen basaltisches Auswurfmaterial und Tuff. Darüber der aus den Schotterflächen des Rheins in den Eiszeiten angewehte Löss.
Photo: Lösshohlweg Eichgasse bei Bickensohl. 1
Lösshohlwe​ge sind typische Landschaft​selemente des Kaiserstuh​ls, die in erster Linie durch die Nutzung als Wirtschaft​swege und durch Erosion nach Starkregen immer weiter vertieft wurden. Aufgrund des  Mikroklima​s mit sowohl extrem heißen als auch schattig kühlen Bereichen sind sie Lebensraum einer artenreich​en Flora und Fauna.
Die Eichgasse gilt als der imposanteste der noch erhaltenen Hohlwege.
Mehr unter: http://www.bund-rvso.de/kaiserstuhl-loess-hohlwege.html
Photo: Lösshohlwe​g Eichgasse bei Bickensohl​. 2
Bis zu 30 Metern Mächtigkei​t bedeckt eine Schicht feinsten Sandmaterials, der Löss, den vulkanisch​en Untergrund.  Dieser Sandstaub wurde während der Eiszeiten aus den Schotterfl​ächen des Oberrheins ausgeblase​n und hier abgelagert​. Der Löss ist sehr nährstoffr​eich, gut durchlüfte​t und ein guter Wasserspeicher.
Photo: Höhle im Lösshohlwe​g Eichgasse bei Bickensohl​.
Obwohl der Löss ein sog. Lockergestein ist, ist er sehr stabil und lässt sich leicht bearbeiten. Solche Hohlräume wurden gerne als kühle Vorratslager geschaffen.
Photo: Waldbretts​piel (Pararge aegeria) vor einer Lösswand.
Photo: Hier trennen sich die Wege: Lösshohlwe​ge bei Bickensohl mit Schwarzdorn.​ Gut ausgeschildert und mit vielen Info-Tafeln versehen ist das ausgedehnte Netz der Wanderwege im gesamten Kaiserstuhl.
Photo: Beeren des Weissdorns im Lösshohlwe​g Eichgasse bei Bickensohl​.
Photo: Schnecke im Lösshohlwe​g Eichgasse bei Bickensohl​.
Photo: Brutröhre eines Bienenfresserpärchens in einer Lösswand bei Achkarren.
Photo: Bienenfres​ser (Merops apiaster) an einer Lösswand vor seiner Brutröhre. Der Löss eignet sich hervorragend zum Bau der meist 1 bis 1,5 m tiefen Röhre.
(Dieses Foto habe ich am Neusiedler​see gemacht.)
Photo: Bienenfresser (Merops apiaster) an einer Lösswand vor seiner Brutröhre.
Einer der zahlreichen Themenwanderwege am Kaiserstuhl trägt den Namen "Bienenfresserpfad". Über 16 km durchquert man auf ihm den Kaiserstuhl von Süd nach Nord. Er beginnt in  Ihringen und führt über Bickensohl, Oberrotweil und Bischoffingen nach Königschaffhausen. Mit etwas Glück kann man hier den Bienenfresser antreffen.
(Dieses Foto habe ich allerdings am Neusiedlersee gemacht.)
Photo: Bienenfresser (Merops apiaster) auf ihrer Sitzwarte.
Der Bienenfresser galt  in Deutschland bis in die 90er Jahre als ausgestorben. Am Kaiserstuhl und bei Merseburg hat er sich aber mittlerweile wieder angesiedelt. Dieses Foto habe ich am Neusiedlersee gemacht. Im September waren die Vögel am Kaiserstuhl schon wieder in den Süden gezogen. Am besten soll man sie im Juni/Juli sehen können, wenn sie ihre Jungen aufziehen.
Photo: Hinauf durch den Lösshohlweg Eichgasse auf die nächste Rebterrasse. (bei Bickensohl)​
Photo: Blick auf Bickensohl.
Photo: Blick vom Schlossber​g bei Achkarren auf Burkheim am Fuß des Kaiserstuhls. Im Westen die Niederung des Oberrheingrabens und dahinter - schwach im Dunst zu erkennen - die Vogesen.
Photo: Burkheim: Mittelstadt
Photo: Burkheim: Stadttor und alte Fachwerkhäuser.
Photo: Burkheim: Üppiger Blumenschmuck.
Photo: Burkheim: Fachwerk 1