080614-16_Sant' Antioco
Jul 24, 2008Public
Photo: Die Insel Sant'Antioco, Region Carbonia Iglesias, ist durch eine Landzunge mit dem Festland verbunden. Im Hintergrund das nette Städtchen gleichen Namens.
Photo: Bei der kurzen Fahrt nach Calasetta, nordwestlich von Sant'Antioco, fällt mir die angenehme Architektur und Bebauung der Insel auf: alte Häuser und
freistehende kleine Villen, verteilt in der Macchia um Badebuchten mit Sandstränden und klarstem Wasser - man sieht, dass dies eine Ferieninsel ist.
Photo: Mein Ziel, der alte Leuchtturm im Norden, ist erreicht, ...
Photo: ... auf einem kurzen Stück Sandpiste sehe ich mein Hotel: ...
Photo: Idyllisch in die Küstenvegetation eingebettet, Hotel "Luci del Faro".
Photo: Versteckt im Palmengarten finden sich die Zimmer und ein großer Pool.
Photo: So viel Idylle lockt weitere Genießer an: Leider musste ich mein ansonsten ruhiges Schlafgemach mit sirrenden Stechbiestern teilen. Naja, andere zahlen Geld dafür, sich Erinnerungen in die Haut stechen zu lassen.
Photo: Wenn die Büsche nicht wären, hätte ich Meerblick von der Restaurant- / Frühstücks-Terrasse aus.
Photo: In Fußweite eine der vielen seichten Buchten im Norden der Insel, mit alter (hier stillgelegter) tonnara, wie unschwer am Kamin zu erkennen ist.
Photo: Reichlich Platz zum (Sonnen-)Baden, das Meer ist einfach zu verlockend.
Photo: Aber ich muss weiter, nach meinem gestrigen Ausflug nach Carloforte zur mattanza umfahre ich heute die Insel auf dem Weg nach Cagliari. Die Westküste Sant'Antiocos, mit San Pietro im Hintergrund, zeigt sich schroff mit hohen Klippen ...
Photo: ...  und nur vereinzelten Stränden. Dafür ist sie auch kaum besiedelt, ist hier viel ursprünglicher als im Norden und Osten.
Photo: Meine Inselrunde schließt sich in Sant'Antioco "city", wo ich dem Museo Etnografico einen schnellen Besuch abstatte.
Photo: Ich bekomme eine Führung durch Höhlen, die bis vor 20 Jahren noch von den Ärmsten der Armen bewohnt waren, ...
Photo: ... wie mir die Leiterin des Museums erklärt.
Photo: So ein Bett besaß nur das Familienoberhaupt, der Rest der kinderreichen Familien schlief auf Matten zusammen gepfercht in den dunklen, muffigen Kammern der Höhlen.
Photo: Auf den Tisch kam, was gefunden wurde: Früchte, Kräuter, Nüsse, Seeschnecken u. ä.
Photo: In jeder der kleinen Kammern lebte eine Familie – muss sehr voll gewesen sein.
Photo: Die Familien wurden Ende der Achtziger von der Regierung in billige Sozialwohnungen umgesiedelt. Eine alte Frau wollte sich nicht trennen und lebt heute noch in ihrer Höhle ohne Strom und ohne Wasser. Sie möchte sich nicht darin fotografieren lassen, es sei nicht aufgeräumt. Wie ich später erfahre, bedeutet dies, dass ihre tip-top saubere Behausung nicht frisch gekalkt sei!
Photo: Die "Höhlenmenschen" verdienten sich ihr kärgliches Brot mit dem Anfertigen von Flechtwaren aus Palmfasern.
Photo: Zurück auf dem Festland, nein, der großen Insel, umfahre ich Sardiniens wilden Süden auf wunderbaren Küstenstraßen. Steile Klippen, perfekte Straßen, kein Verkehr ...
Photo: ... und die untergehende Sonne im Rücken: genial!
Photo: Ich genieße die Strecke ohne viel anzuhalten (also auch keine Fotos!), bis sich unverkennbar die große Stadt im Süden mit ihren Raffinerien ankündigt: Cagliari.